IPL steht für „Intense Pulsed Light“ und wird bereits seit rund 20 Jahren als wirksame Methode zur dauerhaften Haarentfernung eingesetzt. Die IPL-Technik hatte ihren Ursprung in professionellen Kosmetikstudios, erfreut sich dank IPL Geräten für Zuhause aber auch bei Otto Normalverbrauchern immer größer werdender Beliebtheit. Bei der IPL Haarentfernung werden störende Haare mit einer Xenon-Blitzlampe „weggeblitzt“. Das auf das Haar einfallende Licht wird vom im Haar befindlichen Pigment Melanin absorbiert und direkt in Wärme umgewandelt. Direkt im Anschluss dringt die Wärme bis zum Haarfollikel durch, welcher sich tief unter der Haut befindet. Durch die Hitzeentwicklung wird der Haarfollikel bestenfalls zerstört, sodass kein neues Haar mehr nachwachsen kann. Da sich in der Haut meist nur sehr wenig Melanin befindet, wird diese durch das Blitzlicht so gut wie nicht beeinträchtigt.

Bei dieser Frage muss man zwischen einer professionellen Behandlung sowie einem IPL Gerät für den Heimgebrauch differenzieren. IPL Geräte für Zuhause kosten mit 150 bis 450 Euro nämlich nur ein Bruchteil dessen, was für ein professionelles IPL Gerät (10.000 bis 25.000 Euro) hingelegt werden muss. So ist es also fast schon logisch, dass es einige Unterschiede geben muss.

Heimgeräte versetzen die Haarwurzel nämlich lediglich in einen Tiefschlaf, sodass über einen Zeitraum von mehreren Wochen bis Monaten kein neues Haar mehr nachwachsen wird. Nach einem längeren Behandlungszeitraum reicht es völlig aus, wenn Sie jeden Monat nur noch ein einziges Mal blitzen, um über Jahre hinweg haarfrei zu bleiben.

Professionelle IPL-Geräte hingegen sind in der Lage, den Haarfollikel komplett zu zerstören und können die Haare entsprechend dauerhaft entfernen, sodass (meistens) keine Nachbehandlungen mehr nötig sind. Allerdings ist auch bei einer professionellen Behandlung keine Gewährleistung vorhanden, dass die Haare nicht doch nach einiger Zeit wieder nachwachsen.

Letztendlich ist es eine Frage des Geldbeutels, ob man sich einer professionellen IPL Behandlung mit Kosten zwischen 50 bis 400 Euro (pro Behandlung) unterziehen möchte oder ob man ein IPL Gerät für Zuhause kauft, das bereits für unter 400 Euro zu haben ist.

Frauen:

  • Achselhöhlen
  • Arme (Ober- und Unterarme)
  • Bauch
  • Beine (Ober- und Unterschenkel)
  • Brust
  • Gesicht (unterhalb der Wangenknochen)
  • Rücken
  • Anus
  • Augennähe
  • Brustwarzen und Brustwarzenhöfe
  • Innere Schamlippen
  • Ohren
  • Schleimhäute (Augen, Nase, Mund, Vagina)

Männer:

  • Achselhöhlen
  • Arme (Ober- und Unterarme)
  • Bauch
  • Beine (Ober- und Unterschenkel)
  • Brust
  • Rücken
  • Schultern
  • Anus
  • Brustwarzen
  • Gesicht
  • Hodensack

Zwar werben die Hersteller bei ihren IPL Geräten immer in Verbindung mit Frauen, doch auch Männer können diese Geräte ohne Bedenken nutzen. Allerdings sollten Männer vor einer IPL Behandlung im Gesicht absehen.

Da die Haut nach einer IPL Behandlung über mehrere Tage hinweg sehr empfindlich reagieren kann, raten wir Ihnen ca. eine Woche lang von einem langen Sonnenbad sowie einem Solariumbesuch ab. Zusätzlich ist der Gebrauch einer Sonnenschutzcreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor (30+) empfehlenswert.

Nein, sofern Sie bei der IPL Haarentfernung die für Ihre Haut angemessene Lichtintensität verwenden, müssen weder Hautschäden noch sonstige bleibende Nebenwirkungen befürchtet werden. Ein in die Lichtkartusche integrierter UV-Filter sorgt dabei für zusätzliche Sicherheit, sodass die Haut nicht mit schädlicher UV-Strahlung in Berührung kommt.

Bei Pigmentflecken (wie beispielsweise Muttermalen) besteht bei einer IPL Behandlung hingegen ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs. Daher empfehlen wir Ihnen, alle Muttermale, die sich auf der zu behandelnden Körperfläche befinden, mit einem weißen Kajal zu überdecken.

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, da dies von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Die stärkste Beeinflussung auf das dauerhafte Ergebnis hat dabei die Wachstumsphase der Haare. Diese beträgt je nach Körperregion zwischen 18 und 24 Monaten, wobei die Haare an Unterarmen, Unterschenkeln sowie in der Bikinizone die längste Wachstumsphase aufweisen. Da sich immer nur zwischen 20 und 40 Prozent der Haare in der aktiven Wachstumsphase befinden, sind entsprechend mehrere Behandlungen mit einem IPL Gerät nötig, bis ein lang anhaltendes und komplett haarfreies Ergebnis zu sehen ist. Nach Abschluss des in der jeweiligen Bedienungsanleitung vorgechlagenen Behandlungszeitraumes ist normalerweise nur noch eine Behandlung alle ein bis zwei Monate nötig – bei manchen Frauen oder Männern kann hier der Abstand auch bei 6 bis 12 Monaten liegen.

Üblicherweise dauert es einige Tage bis mehrere Wochen, bis die Haare ausfallen. Dies liegt daran, dass die mit den Lichtimpulsen behandelten Zellen der Haarwurzel eine gewisse Zeit benötigen, bis diese sich komplett auflösen. Wurde der Haarfollikel an dieser Stelle durch das Blitzen komplett zerstört, so wird dort kein neues Haar mehr nachwachsen.

Um eine optimale Haarentfernung mittels IPL zu gewährleisten, ist eine Rasur höchstens einen Tag vor der Behandlung ein absolutes Muss. Werden die Haare vor der Behandlung nicht rasiert, so kann dies beim Blitzen sehr schmerzvoll werden, da die vorhandenen Haare auf der Haut durch die Lichtenergie verbrannt werden. Verzichten Sie vor der IPL Behandlung auf jeden Fall auf Epilationsmethoden (Epilierer, Sugaring, Wachsen etc.), da dabei die Haarwurzel entfernt wird und somit die Lichtenergie nicht bis zum Haarfollikel weitergeleitet wird und diesen nicht veröden kann.

Die IPL Haarentfernung wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen und sollte erst wieder wenige Wochen nach der Entbindung durchgeführt werden. Zwar sind bezüglich IPL in Verbindung mit einer Schwangerschaft keine negativen Vorkomnisse bekannt, dies könnte jedoch unter anderem daran liegen, dass es bislang noch keine Studien über den Einfluss von IPL auf den Fötus gibt. Verschieben Sie die IPL Behandlung zum Wohle des Kindes also am besten auf nach der Geburt.

Wird bei einer IPL Anwendung die Lichtintensität der eigenen Haut- und Haarfarbe entsprechend eingestellt, so treten normalerweise keine Schmerzen auf. Manche Personen können bei der IPL Behandlung ein Wärmegefühl, Pieken oder auch einen leichten Juckreiz verspüren. Abhängig ist dies vor allem von der Körperregion, die enthaart werden soll, sowie dem eigenen Schmerzempfinden.

Nein, sowohl professionelle als auch IPL Geräte für den Heimgebrauch eignen sich nur für weiße, beige, hellbraune, mittel- bis dunkelbraune Hauttöne sowie dunkelblonde bis schwarze Körperhaare. Bei roten, weißen/grauen sowie hellblonden Haaren funktioniert IPL nicht. Weiterhin sollte man die IPL-Technik nicht bei sehr dunkler Haut anwenden, da diese viel Melanin enthält und somit Verbrennungen auftreten können. IPL Geräte verfügen in der Regel über mehrere Intensitätsstufen, um für die unterschiedlichen Haut- und Haartöne eine bestmögliche und vorallem sanfte Behandlung zu gewährleisten. Mit dem Silk’n INFINITY gibt es erstmals ein IPL Gerät, das dank der eHPL-Technologie auch für hellblonde, rote und graue Haare geeignet ist.